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Checkliste: Das gehört auf die Website eines Handwerksbetriebs

Raphael Zarmutek · · 4 Min. Lesezeit

Eine gute Website für einen Handwerksbetrieb muss nicht kompliziert sein. Sie muss vor allem drei Dinge leisten: Besucher sollen sofort verstehen, was du machst, sie sollen dir vertrauen, und sie sollen dich ohne Umwege erreichen. Diese neun Punkte helfen dir dabei. Am Ende findest du alles noch einmal als kurze Liste zum Abhaken.

1. Klar sagen, was du machst und wo

Der erste Satz auf deiner Startseite ist der wichtigste. Er sollte in wenigen Worten sagen, welches Handwerk du anbietest und in welcher Region. «Schreinerei in Bürglen: Küchen, Einbauschränke und Möbel nach Mass» ist besser als «Willkommen auf unserer Homepage».

Viele Besucher kommen über Google und kennen dich noch nicht. Sie entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie am richtigen Ort sind. Je klarer dein erster Satz, desto eher bleiben sie.

2. Kontakt, der sofort funktioniert

Die meisten Anfragen bei Handwerksbetrieben beginnen mit einem Anruf. Deine Telefonnummer gehört deshalb gut sichtbar nach oben, und auf dem Handy muss man sie antippen können, damit es direkt wählt.

Dazu kommen deine E-Mail-Adresse, deine Adresse und, wenn du willst, ein einfaches Kontaktformular. Frag darin nur, was du wirklich brauchst: Name, Kontakt und eine kurze Beschreibung reichen meistens. Je weniger Felder, desto mehr Anfragen.

3. Echte Bilder von deiner Arbeit

Nichts überzeugt so sehr wie Fotos von Arbeiten, die du wirklich gemacht hast. Eine fertige Küche, ein renoviertes Bad oder ein frisch gestrichenes Treppenhaus sagen mehr als jeder Text.

Du brauchst dafür keinen Fotografen. Ein aktuelles Handy, Tageslicht und ein aufgeräumter Raum reichen oft schon. Fotografiere am besten gleich nach dem Abschluss eines Auftrags, und frag deine Kunden vorher, ob du die Bilder zeigen darfst.

4. Leistungen in der Sprache deiner Kunden

Fachbegriffe sind für dich selbstverständlich, für deine Kunden oft nicht. Beschreib deine Leistungen so, wie Kunden danach fragen würden. Statt «Innenausbau» kannst du zum Beispiel schreiben: «Wir bauen Türen, Böden und Wandverkleidungen ein.»

Eine kurze Liste mit deinen wichtigsten Leistungen ist übersichtlicher als lange Absätze. Wenn eine Leistung besonders wichtig ist, gib ihr ruhig eine eigene Unterseite.

5. Vertrauen aufbauen

Bevor jemand einen Handwerker ins Haus lässt, will er wissen, mit wem er es zu tun hat. Zeig deshalb, wer hinter dem Betrieb steht: ein Foto von dir oder deinem Team, ein paar Sätze zur Geschichte und wie lange es den Betrieb schon gibt.

Rückmeldungen von zufriedenen Kunden sind besonders wertvoll. Verwende nur echte Stimmen und frag vorher um Erlaubnis. Auch Ausbildungen, Lehrbetrieb oder Mitgliedschaften in Verbänden kannst du erwähnen, sofern sie zutreffen.

6. Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Sag klar, wann man dich erreicht und wie schnell du antwortest. Bist du tagsüber auf der Baustelle, ist ein Satz wie «Ich rufe dich am gleichen Tag zurück» viel wert. Hast du ein Ladenlokal oder einen Showroom, gehören die Öffnungszeiten auf die Startseite.

Wichtig ist, dass diese Angaben aktuell bleiben. Betriebsferien vom letzten Jahr wirken schnell, als würde sich niemand mehr um die Seite kümmern.

7. Impressum und Datenschutzerklärung

Beides gehört auf jede geschäftliche Website. Im Impressum steht, wer hinter der Seite steht. Die Datenschutzerklärung erklärt, welche Daten du sammelst, zum Beispiel über das Kontaktformular.

Was genau hineingehört, hängt von deiner Website ab. Verlinke beide Seiten gut auffindbar im unteren Bereich jeder Seite. Bist du unsicher, frag eine Fachperson.

8. Gemacht fürs Handy und schnell geladen

Viele deiner Kunden schauen sich deine Website auf dem Handy an, oft unterwegs. Text muss ohne Zoomen lesbar sein, Knöpfe gross genug zum Antippen, und die Seite sollte auch bei schwachem Empfang schnell laden.

Der häufigste Grund für langsame Seiten sind zu grosse Bilder. Verkleinert und in einem modernen Format gespeichert, laden sie um ein Vielfaches schneller, ohne dass man einen Unterschied sieht.

9. Bei Google gefunden werden

Damit dich Leute in deiner Region finden, sollten dein Handwerk und dein Ort in den Seitentiteln und Texten vorkommen. Das klingt einfach, wird aber oft vergessen.

Mindestens so wichtig ist ein Google-Unternehmensprofil. Es ist kostenlos und sorgt dafür, dass dein Betrieb bei Google Maps mit Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten und Bewertungen erscheint. Verlinke darin deine Website.

Die Checkliste zum Abhaken

  • Erster Satz sagt, was du machst und wo
  • Telefonnummer oben sichtbar und antippbar
  • E-Mail, Adresse und ein kurzes Kontaktformular
  • Echte Fotos von deinen Arbeiten
  • Leistungen verständlich und als Liste
  • Foto und ein paar Sätze über dich oder dein Team
  • Echte Kundenstimmen, mit Erlaubnis
  • Aktuelle Öffnungszeiten und Erreichbarkeit
  • Impressum und Datenschutzerklärung verlinkt
  • Gut lesbar auf dem Handy und schnell geladen
  • Handwerk und Ort in Titeln und Texten
  • Google-Unternehmensprofil mit Link zur Website